Content, wir müssen reden.

Warum die Produktion von Inhalten eine eigene Projektphase braucht

von LocalBranding

Ein neues Projekt startet. Das Angebot ist ausgehandelt, das Briefing für das Design ist klar und alle freuen sich auf ein spannendes Projekt. Der Arbeitsablauf ist flüssig, die Korrekturschleifen laufen problemlos. Und da noch etwas Zeit ist, werden Extras eingebaut. Auf Basis von Beispielseiten und -Inhalten.

Der große Stolperstein

Dort lauert er, versteckt und unbeachtet bis, kurz vor Deadline die irritierende Frage aufkommt: “Wer pflegt die Inhalte ein?”

Die nun folgendenden Gegenfragen sind beinahe schon vorprogrammiert: “Sind die Texte denn noch nicht fertig?”, “Wir sind davon ausgegangen, dass diese von Ihnen kommen?”, “Was ist mit den Bildern für die restlichen Seiten?”.

Und somit ist das Chaos perfekt.

In Hektik werden Inhalte produziert und nachgereicht. Die Kommunikationskanäle sind durch die spontane Prozessänderung gestört und es schleichen sich Fehler ein. Imagery, welche fehlt, wird unter Zeitdruck gesucht und ergibt im schlimmsten Fall kein Gesamtbild. Im Worse-Case-Szenario führt es dazu, dass der Kunde zwar ein funktionierendes Design erhält - der Inhalt aber ohne Konzept bleibt und durch seine Unstimmigkeit das Design und die Nutzererfahrung stört. Gleichzeitig bleibt auf Agenturseite ein ganzer Posten an Aufwänden unbezahlt und das Projekt hat mehr Stunden verbraucht, als veranschlagt.

Content-Produktion als Projektphase

Die Lösung ist des Problems ist nun klar. Der Content braucht eine eigene Projektphase. Doch wo wird die Phase im Projekt-Prozess eingeleitet? Hier muss zunächst die Menge und der Aufwand geklärt werden. Dies sollte also schon während des Briefings geschehen.

Dabei helfen die folgenden Fragen:

  • Was soll an Inhalten abgebildet werden?
  • Wie viel Inhalt ist für das Endprodukt vorgesehen?
  • Wer produziert die Inhalte?

Im Falle des Falles, dass Content noch aus einer ehemaligen Version vorhanden ist, sollte geklärt werden, ob dieser den aktuellen Anforderungen entspricht oder gegebenenfalls überarbeitet und angepasst werden muss.

Simplifizierter Projektablauf mit Content-Phase am Beispiel eines Web-Projekts

Design ist Content & Content ist Design

Sind diese Fragen beantwortet sollte zur Designphase von jedem Inhaltstyp ein exemplarisches Beispiel produziert werden. Somit wird während des Design-Prozesses klar, was abgebildet werden muss und kann dahingehend das gestaltet werden erstellen. Ist dies nicht der Fall, kann es passieren, dass für einen Optimalfall gestaltet wird, welcher nicht der Realität entspricht. (Ein häufiger und gängiger Fehler ist beispielsweise das Entwerfen von Elementen mit zu kurzen Beispieltexten) Dieser Prozess kann und sollte iterativ und in ständiger Absprache mit dem Kunden stattfinden.

Bestenfalls wird in dieser Phase nicht einseitig das Design dem Content angepasst, sondern es werden beide Konzepte optimiert und aneinander angeglichen. Unnötiger oder verwirrender Inhalt wird identifiziert und entfernt. So wird gleich zu beginn ein stimmiges Konzept von Design und Inhalt erarbeitet.

Übergabe an die Produktion/Redakteure

Das Ergebnis dieses Prozesses, sind klare Anforderungen der nun folgenden Content-Produktion. Diese Anforderungen können, je nach Medium, unterschiedlich abgebildet werden. In manchen fällen ist es eine Liste von Anforderungspunkten, in anderen wiederum sind es Photoshop-Templates mit voreingestellten Farbfiltern oder ähnlichem. Wichtig ist vor Allem, dass ab hier flüssig gearbeitet werden kann. Sind diese Punkte geklärt, steht einem erfolgreichen Projektabschluss nichts mehr im Wege.